eta Verlag – Fokus Südosteuropa

Der Berliner eta Verlag wurde 2016 gegründet, mit dem Ziel, dem Publikum im deutschsprachigen Raum zeitgenössische Literatur aus Südosteuropa näherzubringen. Lag unser Schwerpunkt anfangs noch auf Bulgarien, so hat unsere Erfahrung auf Festivals, Buchmessen und Lesungen bald gezeigt, wie fern und unbekannt Südosteuropa aus hiesiger Perspektive noch immer ist. Wie unsichtbar die starken und einzigartigen Stimmen südosteurop.ischer Autor*innen sind. Das führte allmählich zu der Entscheidung, den Fokus zu erweitern und auch Bücher aus anderen Balkanländern wie z. B. Serbien, Kroatien, Bosnien und Herzegowina ins Deutsche übersetzen zu lassen und zu publizieren. Wir wählen die besten Autor*innen aus der Region aus, die in ihren Heimatländern anerkannt und mehrfach preisgekrönt sind. Ihre Gedichte, Kurzgeschichten und Romane erzählen wichtige Geschichten nicht nur aus der Gegenwart, sondern auch über unsere gemeinsame europäische Vergangenheit, denn der Balkan mag aus der westeuropäischen Perspektive weit weg sein, dennoch liegt er mitten in Europa. Die Erinnerungen, die wir als europäische Nachbarn teilen, verzahnen sich in einer Zukunft, welche Südosteuropa in einen erweiterten Kontext stellt und dieser Literatur die verdiente Aufmerksamkeit und Anerkennung gibt. Denn: „Wir sind alle Migranten aus dem Land der Kindheit.“ (Georgi Gospodinov)

Ein schwarz-weißes Portrait der Verlegerin Petya Lund, eine junge Frau mit Schal schaut in die Kamera.

Petya Lund

Gründerin von eta Verlag Berlin

geb. 1983 in Bulgarien. Im Jahr 2002 machte sie Abitur am Deutschen Gymnasium in Sofia. Sie studierte Theater-, Film- und Fernsehwissenschaft in Köln (Abschluss Magister). Seit 2014 ist sie freiberufliche Übersetzerin, lebt und arbeitet in Berlin. Neben der Tätigkeit als Verlegerin, organisiert Petya Lund kulturelle Veranstaltungen mit Bezug Bulgarien und Osteuropa (Lesungen, Konzerte, Ausstellungen, Filmvorführungen usw.) in den Räumlichkeiten des eta Verlages in Berlin-Prenzlauer Berg. Dazu sagt sie: “Während meiner Tätigkeit als freiberufliche Übersetzerin und Dolmetscherin stellte ich fest, dass die Literatur und Kulturen aus den Ländern Südosteuropas in Deutschland im Allgemeinen wenig bekannt sind. Dabei gibt es so viel Neues und Spannendes zu entdecken – für uns alle. Meine Neugier und Freude am Entdecken kultureller Schätze möchte ich mit Euch teilen. Die Möglichkeit, andere Menschen und Kulturen über die Kunst und Literatur kennenzulernen, halte ich persönlich für den sinnvollsten Weg der Kulturvermittlung.”

Ein schwarz-weißes Portrait der Redaktionsassistentin Viktoria Rangelova: Eine junge Frau mit langen Haaren schaut in die Kamera.

Viktoria Rangelova

Redaktionsassistentin

Viktoria Rangelova wurde 1998 in Shumen, Bulgarien, geboren. Nach dem Studium in ihrer Heimatstadt zog sie nach Guildford, Großbritannien. Sie studierte Englische Literatur und Deutsch an der University of Surrey und spezialisierte sich auf moderne Literatur, Literaturtheorie des 20. Jahrhunderts sowie Kultur- und Übersetzungsstudien. Im Rahmen ihres Studienaustauschjahres studierte Viktoria Anglistik und Germanistik an der Universität Freiburg im Breisgau., wo sie Sprachstudien mit Medien- und Politikwissenschaften kombinierte. Seit 2020 ist sie Redaktionsassistentin im eta Verlag. Sie teilt die Überzeugung, dass zeitgenössische Literatur eine der besten Möglichkeiten ist, eine weniger bekannte Kultur einem breiteren internationalen Publikum vorzustellen und kulturelles Bewusstsein und Toleranz zu fördern. Mit ihren Studien in der westeuropäischen Literaturszene und ihrem Interesse an osteuropäischen zeitgenössischen Schriftstellern setzt sie sich für einen interkulturellen Austausch von Ideen und Theorien und eine gemeinsame europäische Literaturlandkarte ein.

Foto: Ein schwarz-weißes Portrait von Gaby Bergmann. Eine junge Frau lächelt.

Gaby Bergmann

Buch- und Covergestaltung

Gaby Bergmann geboren 1971, lebt und arbeitet in Hamburg. Als gelernte Lithografin und Illustratorin setzt sie sich in Ihrer freien Arbeit stetig auseinander, eine Sprache zwischen Figuration und Abstraktion zu finden, um jeweilige Themenkomplexe bildnerisch zu beschreiben. Seit 17 Jahren ist sie an verschiedenen Hamburger Kunstschulen als Dozentin für Illustration tätig. Weiterhin arbeitet sie in dem Bereich der visuellen Kommunikation. „Ich suche, den Tatsachen entsprechend, die Umsetzung ins Bild. Verschiedene Themenkomplexe kombiniere ich in Bild– und Zeichensprache, durch die Linie beschreibend und durch die Fläche ergänzend werden Geschichten visuell erzählt.“

Ein schwarz-weißes Portrait des Grafik- und Buchgestalters Stefan Müssigbrodt.

Stefan Müssigbrodt

Grafik & Buchgestaltung

Stefan Müssigbrodt ist Dipl.-Designer mit dem Schwerpunkt Buchgestaltung.Nach einem Kommunikationsdesign-Studium war er zunächst in Hamburg und Berlin zehn Jahre als freier Fotograf für Zeitschriftenverlage und die Musikbranche tätig und fotografierte hierbei zahlreiche bekannte Bands und Musiker.Inspiriert durch Reisen in Südosteuropa folgte 2004 der Entschluss, einige Jahre in Sofia/Bulgarien zu leben, wo er zunächst als freiberuflicher Grafikdesigner für Verlage und Bildungsprojekte und ab 2007 als Art Director für eine internationale Werbeagentur im Bereich Corporate Identity tätig war. Seit 2010 lebt Stefan Müssigbrodt wieder in Berlin und beschäftigt sich mit der Gestaltung von Büchern und gedruckten Publikationen, wobei seine Expertisen aus unterschiedlichen Bereichen der Gestaltungsbranche (Buchgestaltung, Corporate Identity, Fotografie) in seine Arbeit einfließen. Für den eta Verlag entwickelte er das seit 2018 verwendete Buchdesignkonzept und betreut Satz und Layout der laufenden Titel.